In Sachsen-Anhalt sind rund 1,7 Millionen Bürger zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen. Bei dem Urnengang bewerben sich landesweit 15 Parteien um die Sitze im Landesparlament, für das die Fünf-Prozent-Hürde gilt. Umfragen vor der Wahl sahen die AfD deutlich vor der CDU des amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze, wenngleich frühere Urnengänge im Bundesland teils erhebliche Abweichungen zwischen Umfragewerten und dem tatsächlichen Endergebnis aufwiesen. Aufgrund der politischen Konstellationen zeichnen sich schwierige Regierungsbildungen ab. CSU-Chef Markus Söder regte pragmatische Lösungen für die Mehrheitsbeschaffung im Land an und zog auch Tolerierungsmodelle in Betracht, um etwa Haushaltsbeschlüsse abzusichern. Im Vorfeld der Abstimmung deutete sich bereits eine rege Beteiligung an, da rund 20 Prozent der Stimmberechtigten Briefwahlunterlagen angefordert hatten.
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