Sachsen-Anhalt steht vor der Landtagswahl vor erheblichen wirtschaftlichen und demografischen Problemen. Das Bundesland verzeichnet im bundesweiten Vergleich eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent sowie ein deutlich geringeres Lohnniveau. Zudem altert die Bevölkerung rapide, was in den kommenden zehn Jahren zu einem Rückgang der Erwerbspersonen um rund neun Prozent führen dürfte. Die ländlich geprägte Struktur und das Fehlen großer, international agierender Konzerne erschweren die wirtschaftliche Dynamik zusätzlich; der größte Arbeitgeber ist die Deutsche Bahn. Dennoch weisen Ökonomen darauf hin, dass strukturschwache Regionen kein reines Ost-Phänomen sind und Sachsen-Anhalt durch sehr niedrige Lebenshaltungskosten, insbesondere bei den Mieten, einen Standortvorteil besitzt.
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